Felddefekt-Berichte kommen vom OEM in Fahrzeug-Flotten-Sprache: VINs, Laufleistung beim Ausfall, Händlernotizen, ersetzte Teilenummern. Die Prozessingenieurin denkt in Linien-Sprache: Zykluszeiten, Pressentonnage, Stationstemperatur, Chargennummern. Niemand übersetzt zwischen beidem — also landet der Feldbericht im Ordner, und die Linie produziert weiter wie bisher.
Wenn ein Muster schließlich auftaucht — dasselbe Bauteil, derselbe Ausfallmodus, drei OEMs über ein Jahr — ist die Korrekturmaßnahme meist eine einmalige Verschärfung einer Inspektion, die den vorgelagerten Parameter, der abgedriftet ist, nicht adressiert. Die nächste Charge wird irgendwann genauso ausfallen.
Die Daten zum Schließen der Schleife existieren: Chargen-Genealogie im MES, Parameterhistorie im Historian, Feldberichte auf dem OEM-Portal. Was fehlt, ist der Agent, der alle drei zusammenzieht und der Prozessingenieurin etwas gibt, das sie tatsächlich ändern kann.